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Barolo und Barbaresco - die Unterschiede

Gibt es eigentlich einen geschmacklichen Unterschied zwischen Barolo und Barbaresco?

Barolo und Barbaresco werden als der König und die Königin der italienischen Rotweine bezeichnet. Als Weine der Superlative, die den Gaumen eines jeden Weinkenners zum Verzücken bringen.  

Diese edlen Tropfen stammen von einer der ältesten, autochthonen Rebsorte Italiens. Es handelt sich dabei um den Nebbiolo, diese kostbare, aber ungewöhnlich schwierige und komplexe Rebe, die kaum wie eine andere Rebsorte so abhängig von dem Terroir ihres Anbaugebiets ist.

Barolo und Barbaresco werden also aus den Trauben derselben Rebsorte gekeltert und doch gibt es geschmackliche Unterschiede? Aber bevor wir auf die Unterschiede eingehen werden, müssen wir über die Gemeinsamkeiten sprechen, die durch den unverwechselbaren Charakter der Rebsorte zum Ausdruck kommen.

Aus der Nebbiolo Traube, die fast ausschließlich im Piemont kultiviert wird, kann man grundsätzlich kräftige, körperreiche und alkoholstarke Weine mit feingliedriger Struktur keltern. Weine mit großer Harmonie und Eleganz, die durch ihre komplexen Aromaspektren beeindrucken, und die ihre Eigenschaften oft am besten nach langer Reifezeit zum Ausdruck bringen.

Aber die stilbildenden Faktoren, die dann tatsächlich den Unterschied ausmachen sind neben dem Boden, das Mikroklima und natürlich die Arbeit und Philosophie des Winzers. Dies führt dazu, dass es selbst innerhalb eines relativ kleinen Anbaugebiets unterschiedliche Geschmackseigenschaften gibt. So wird dem Barolo aus der Gemeinde La Morra eine große Eleganz nachgesagt, jedoch die Weine aus der nur wenige Kilometer entfernten Gemeinde Serralunga D’Alba beeindrucken mehr durch ihren großen Körper. Ähnlich verhält es sich in Barbaresco. Die Weine der Lagen Asili und Montefico sind besonders elegant, während die Weine der Montersino Lage sich mehr fuchtbetont geben.

Das heißt doch, dass es mit Sicherheit Unterschiede zwischen den beiden großen Weinen gibt, wenn auch die Unterschiede meist sehr subtil und auch Gebietsübergreifend sein können. Ein Barbaresco von der Asili Lage hat möglicherweiser mehr gemeinsam mit einem Barolo aus La Morra, als mit einem anderen Barbaresco. Um zu den Unterschieden zu kommen: der Barbaresco ist im allgemeinen weicher, eleganter, hat weniger, aber sehr feingliedriger Tannine und ist früher trinkreif als sein großer Bruder. Er wirkt im Vergleich mit dem Barolo einfach femininer!

Um die Unterschiede besser zu verstehen, gibt es eigentlich nur einen Weg: Sehr viel Barolo und Barbaresco trinken! Der Genuss bringt viel Freude und man gewinnt die gewisse Erfahrung die man braucht, um diese oft sehr subtilen Unterschiede feststellen zu können.

 

 

 

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