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Piemont Wein Lexikon L

Piemont Wein Lexikon L für Weinliebhaber!

Lateinisch Wein

Auf lateinisch heißt der Wein vinum, was sich auch im römischen Sprichwort widerspiegelt: „in vinum veritas“ (im Wein liegt die Wahrheit). Gemeint ist bei der Redewendung die Neigung von Trinkern, ab einem bestimmten Alkoholgehalt redselig zu werden und dadurch auch Dinge anzusprechen, die sie sich sonst auszusprechen gehütet hätten.

Luca Maroni

Der 1961 geborene Luca Maroni gehört zu den profiliertesten und renommiertesten Weinkennern Italiens. Er kommt aus der Weinjournalistik und eignete sich in diesem Metier neben seiner Expertise seine scharfe Urteilskraft an. Bislang verkostete und bewertete er bereits über 2300 verschiedene Weine, wofür er ein eigenes Bewertungssystem verwendet, das bis 100 Punkte reicht und sich aus den Kategorien Konsistenz, Ausgewogenheit und Integrität zusammensetzt. 100 Punkte hat er bislang noch nie vergeben. Luca Maroni, dazu befragt, antwortete halb im Spaß und halb im Ernst, wenn er einmal 100 Punkte vergeben würde, hätte er sein Ziel erreicht und könne sich zur Ruhe setzen.

Lagerfähig

Die Lagerfähigkeit ist eines der Kriterien, welche die Qualität eines Weines bestimmen. Allerdings hat die alte Redewendung, dass Weine mit der Reifezeit immer besser schmecken, viel an Bedeutung verloren. Der Grund dafür ist, dass Weine mittlerweile überwiegend so hergestellt wird, dass sie ihren Geschmackszenit bereits nach dem schnellen Öffnen besitzen. Nur etwa 3 bis 10 Prozent aller Weine verbessern sich noch mit der Lagerzeit.

Die restlichen Weine sind nur ein bis zwei Jahre haltbar, wobei Rotweine tendenziell am längsten haltbar sind. Danach folgen nicht die Rosé-Weine, sondern die Weißweine, denn Rosé-Weine verlieren sehr schnell ihr leichtes Himbeer- und Erdbeeraroma und sollten deswegen am schnellsten verkostet werden.

Weitere Faktoren für eine hohe Lagerfähigkeit sind ein hoher Anteil der natürlichen Konservierungsstoffe Alkohol, Tannine, Säuren und Restzucker. Auch Sulfite, die Salze und Ester der Schwefelsäure, erhöhen die Haltbarkeit eines Weins. Auch die Rebsorte bestimmt die Lagerfähigkeit eines Weins ebenso wie der Zeitpunkt der Ernte. Generell gilt, dass ältere Rebsorten eine höhere Haltbarkeit aufweisen als junge Rebsorten. Überdies sind Weine, die im Barrique gelagert wurden, bei der Haltbarkeit Weinen, die im Tang gereift sind, überlegen. Auch der PH-Wert hat schließlich Einfluss auf die Lagerfähigkeit eines Weins. Man selbst kann die Lagerfähigkeit durch optimale Lagerungsbedingungen unterstützen. Dazu sind ein Weinkeller und ein Weinschrank am besten geeignet, denn der Wein hält sich am besten unter konstanten Temperaturen um 10 bis 12 Grad Celsius in dunklen Räumen bei hoher Luftfeuchtigkeit.

Portugal besitzt eine Weinkultur, die auf eine hohe Lagerfähigkeit spezialisiert ist. So werden in Portugal immer wieder hochwertige Weine hervorgebracht, die erst nach Jahren ihre vollen Potentiale entfalten. Beispiele für hochgradig lagerfähige portugiesische Weine sind der Madeira, Port, Moscatel de Setúbal, Garrafeira und der Reserva. Den Rekord für eine lange Haltbarkeit ist allerdings ein Wein aus Frankreich. Der Tannat besitzt derart intensive adstringierende Anteile an Tanninen, dass er erst nach 20 Jahren ohne dieses unangenehme pelzige Mundgefühl verkostet werden kann.

Langhe 

in den 1990er-Jahren geschaffene DOC und DOCG Herkunftsbezeichnung für Weine der gleichnamigen Hügellandschaft der italienischen Region Piemont, aus der auch die berühmten DOCG Barolo und Barbaresco Weine kommen. Unter dem Namen der Apellation wird eine Reihe von Sortenweinen und Verschnitten vermarktet. Neben den traditionellen Piemonteser Rebsorten wie Nebbiolo, Barbera und Dolcetto werden auch internationale Rebsorten wie Cabernet Sauvignon und Chardonnay geführt.

Lage 

eine abgegerenzte Weinbergsfläche (Einzellage) oder die Zusammenfassung mehrerer, benachbarter Flächen (Großlage) innerhalb eines Anbaugebiets oder einer Gemeinde, die Weine gleichartigen Charakters hervor bringen können. In Deutschland sind Einzel-und Großlagen als Herkunftsbezeichnung für Qualitätsweine gesetzlich definiert. 

Lambrusco 

Sammelbezeichnung für eine Gruppe von bis zu 60 norditalienischen Rotwein-Rebsorten, die hauptsächlich in der Region Emilia-Romagna, aber auch in geringerem Umfang in der Lombardei, in Apulien und in Trentino-Südtirol kultiviert werden. Lambrusco ist der Hauptbestandteil von vier nach der Sorte benannten DOC-Weinen: Lambrusco di Sorbara, Lambrusco Grasparossa di Castelvetro, Lambrusco di Salamino di Santa Croce und Lambrusco Mantovano. Nachdem Lambruscoweine bis zum Beginn der 1990er-Jahre fast ausschließlich stark schäumend und süß vinifiziert wurden, gibt es seither wieder qualitativ anspruchsvollere, trockene Füllungen.

Lesegut 

die Gesamtheit der bei der Ernte gelesenen Trauben; sein Gesundheitszustand, seine Qualität, seine schonende Behandlung und seine sorgfältige Selektion bestimmen maßgeblich die Qualität des Weines.

La Cóte 

größtes Anbaugebiet des Schweizer Kantons Waadt, am Nordufer des Genfersees zwischen Genf und Lausanne gelegen. Die sanfte hügelige Landschaft macht seit den 1990er-Jahren durch interessante Weine aus Gutedel (Chasselas), Spätburgunder (Pinot Noir) und Gamay auf sich aufmerksam.

Lagrein 

einheimische Rotwein-Rebsorte der italienischen Provinz Südtirol, die auf knapp 400 ha Rebfäche kultiviert wird. Sie soll nach Meinung einiger Ampelographen mit den Sorten Teroldego und Marzemino, eventuell sogar mit der französischen Sorte Syrah verwandt sein. Aus Lagrein werden farbintensive, fruchtbetonte Weine gekeltert, denen ein Ausbau in Barrique zusätzliche Komplexität verleiht. 

Laktisch 

nach Milch, Butter oder Käse riechend bzw. schmeckend. Ein Begriff der Weinsprache für Weine mit einem Milchsäurestich.

La Mancha 

D.O.Herkunftsbezeichnung für Weine der autonomen spanischen Region Kastilien-La Mancha; das größte spanische D.O.- und gleichzeitig größte Qualitätsweingebiet der Welt nimmt mit seinen 193000 ha Rebfäche fast die gesamte südliche Hälfte des Hochplateaus der sogenannten Meseta ein. Es wird vor allem die Weißwein-Rebsorte Airen kultiviert, aber auch weiße Sorten wie Macabeo (Viura), Chardonnay und Sauvignon Blanc sowie die roten Tempranillo (Cencibel), Grenache (Garnacha), Moravia, Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah. Das Gebiet bringt überwiegend einfache Weine hervor, besitzt aber Potenzial für anspruchsvollere Produkte.

 La Tâche 

berühmte Grand-Cru-Apellation der Gemeinde Vosne-Romanée an der Côte de Nuits im französischen Burgund; auf 6.10 ha Rebfläche wird ausschließlich Pinot Noir (Spätburgunder) kultiviert, der sehr kräftige und alterungsfähige Weine ergibt.