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Piemont Wein Lexikon E

Wein Lexikon E für Wein Liebhaber!

Edelstahltank

Eine Gärung im Edelstahltank ist eine reduktive Gärung, die im Vergleich zu einer Gärung im Holzfass (Barrique) mit weniger Sauerstoff auskommt. Der Edelstahltank verbreitete sich ab den 1960er Jahren im Weingeschäft. Seine Vorzüge sind hohe Standards in Bezug auf die Hygiene, weil ein Tank aus Edelstahl absolut pflegeleicht ist und der hohe Chromgehalt auf der Oberfläche sich zusammen mit dem Sauerstoff zu einer schützenden Schicht verbindet, die Rostbefall vermeidet.

Außerdem ist ein Edelstahltank absolut luftundurchlässig. Da es ganz ohne Sauerstoff auch nicht geht, kann dem Wein über ein modernes, computergestütztes System dosiert Sauerstoff zugeführt werden. Über andere Kanäle ist eine genaue Temperaturregulierung möglich. Ein weiterer Vorzug dieser Lagerung ist die Neutralität des Edelstahltanks, der keinerlei Eigengeschmack an den Wein abgibt. Die durch den geringen Austausch an Sauerstoff verzögerten enzymatischen Prozesse sorgen dafür, dass insbesondere die Fruchtaromen enthalten bleiben, was durch eine Lagerung bei kühlen Temperaturen zusätzlich unterstützt wird. Von der gewonnenen Frische profitieren insbesondere Weißweine, während bei Rotweinen eher auf die oxidative Gärung gesetzt wird. 

Extrakt

Extrakt steht für einen eingedickten oder ausgetrockneten Auszug aus tierischen oder pflanzlichen Stoffen. In der Vinologie werden mit dem Extrakt sämtliche nichtflüchtigen Substanzen beschrieben, die bei der Erhitzung des Weins nicht verdampfen. Dabei handelt es sich um Mineralstoffe wie Magnesium, Natrium, Calcium, Kalium und Phosphat, die Wein-, Apfel- und Milchsäure, Pigmente, Einfachzucker und Mehrfachzucker, Gerbstoffe wie Phenole sowie Tannine, Glycerin, Proteine, Pektine und diverse Spurenelemente wie Zink, Jod, Kupfer, Eisen, Fluor und andere mehr. Insgesamt sind es Hunderte von Inhaltsstoffen, die beim Verdampfen zurückbleiben.

Der Extraktgehalt ist eine Kennziffer, um die Qualität eines Weines zu ermitteln. Umso höher der Extrakt eines Weines ist, desto höher ist dessen Qualität. Der Extrakt verleiht dem Wein seine Komplexität, seine Farbe, sein Aroma und seine Haltbarkeit. Die höchsten Extraktanteile von bis zu 30 Gramm pro Liter weisen ältere Weine mit bereits geschrumpelten Beeren und einem geringen Saftanteil auf. Der Extraktgehalt lässt sich leicht an der Viskosität des Weines bestimmen bzw. von dem Grad der Zähflüssigkeit. Der Weinextrakt wird mithilfe der Tabarieformel gemessen.

Etikett

Das Weinetikett enthält mehrere Informationen zu dem Wein für den Kunden. Es ist auf einer Weinflasche aufgedruckt. Neben verpflichtenden Informationen können Weinhäuser auch freiwillig dem Kunden Informationen zu dem Wein mitteilen und sind diesbezüglich der Wahrheit verpflichtet.

Zu den Informationen, die in Deutschland auf dem Etikett vorgeschrieben sind, gehören die Qualitätsstufe, der Alkoholgehalt, das Flaschenvolumen, die Herkunft, die amtliche Herkunftsnummer, der Abfüller, Angaben über etwaige Schwefelungen und anderes mehr. Ferner findet der Kunde auf dem Etikett zumeist Angaben zum Jahrgang, zur Geschmacksrichtung und zur Rebsorte vor.

Eichenfass

Die Lagerung von Weinen geschieht üblicherweise in Eichenfässern. Zum einen ist Eichenholz feinporig, dicht und elastisch. Zum anderen gibt das Holz zusätzliche Geschmacksnoten an den Wein ab und führt deswegen zu seiner Veredelung. Mehr Informationen dazu unter „Barrique“.